Ein Mischmaschmorgen. Fängt gut an mit dem ersten Kaffee bei Kerzenlicht.

Mit wohlgefälligem Blick betrachte ich den halb aufgeräumten Schreibtisch. Mit indigniertem Blick betrachtet der Kater die Wetterlage. Schietwetter.

Bloß keine Tropfenfotos heute, denke ich. Und dann werden es Tropfenfotos. Weil überall Tropfen sind.

Eine alte Unfallverletzung schmerzt und meine Laune wird auch schietwetterig.

Ich nehme Shunmyo Masunos Zen Yor Life zur Hand. Nach der Sache mit den Schuhen und dem Schreibtisch kommt jetzt vermutlich ein Kapitel zum Staubsaugen oder wohlmöglich noch Schrecklicherem. Aber nein: Masuno empfiehlt in Kapitel 7, eine Tasse Kaffee mit Bedacht zuzubereiten. Wer sich Mühe spare, spare auch Lebensfreude, sagt er. Und erklärt es anhand des Unterschieds beim Kaffeekochen per Kaffeemaschine oder dem Aufbrühen per Hand. Ich kann das voll bestätigen und möchte hinzufügen, dass knallrote Porzellanfilter die Lebensfreude hierbei nochmal steigern können.

Mit Lichterketten ist das auch so. Ich überlegte, die Lichterkette im Vorgarten an eine Zeitschaltuhr anzuschließen, entschied mich dann aber dagegen. Weil es viel intensiveres Erleben ist, in nasskaltem Wetter morgens und abends eine Lichterkette einzustöpseln als das maschinell zu regeln.