Martinstag. Schöne Kindheitserinnerungen. Ich habe eine Laterne ins Fenster gehängt. An St. Martin fand ich immer das Pferd am interessantesten.

Ich werde sehr früh wach und weiß ohne aus dem Fenster zu schauen, dass es neblig ist. Nebel kann man fühlen und hören. Ich überlege ins Moor zu gehen und dort die Dämmerung abzuwarten. Aber dafür ist zu wenig Zeit bis zum Jobtagesbeginn.

Ich sage dem Wanderfalken Guten Morgen. Obwohl ich ihn nicht sehe. Der Funkturm ist im Nebel verschwunden. Aber ich weiß, dass der Falke da ist.

Den Morgenkaffee trinke ich neben dem neuen Vogelfutterhaus und freue mich daran. Ben sei Dank ist die Bohrmaschine wieder einsatzfähig und ich konnte es auf dem alten Futterhausständer befestigen.

Der Nebel hat die Spinnwebfäden versilbert. Ein Faden ist genug für mein erstes Foto heute Morgen. Weitere Fotos folgen. Aber dieser eine Faden ist mein Stimmungsmotiv heute, vielleicht weil er sich nicht scharf focussieren lässt, bewegt vom Wind, den ich kaum spüre.

Bevor ich das nächste Mal Feuer im Kamin mache, muss ich unbedingt schauen, ob ein Königssohn drin sitzt. Wenn einer drinsitzt, dann will er höchstwahrscheinlich 1. dass ich ein Loch in meinen Ofen schrappe um ihn zu erlösen und 2. dass ich ihn heirate. Das will ich aber nicht. Ich möchte einen funktionstüchtigen Kaminofen ohne Loch und nichts liegt mir ferner als einen Königssohn zu heiraten (zumindest fällt mir spontan nichts ein… außer einem Entomologen vielleicht). Da bin ich eigen.