sonntagabend. das leben ist schön. in der nacht erst spät ins bett gekommen. stundenlang geredet. gelacht. geschwiegen auch manchmal. mit sehr gutem essen verwöhnt worden. und nebenher wird noch die bohrmaschine repariert. und sogar der verflixte bohrer passend geschliffen. es gibt menschen die kann man gar nicht genug umarmen so toll sind sie. am morgen trotzdem früh aufgestanden. arbeitszimmer entrümpelt noch vor dem frühstück. man will ja nicht drei wochen lang eine tür verschlossen halten bloß weil man das durcheinander nicht sehen mag. geht einigermaßen schnell. das ladekabel für Pecorinos leuchthalsband gefunden. dann mit gutem gefühl frühstücken. obwohl man vor lauter zupackenergie ein rohes ei zerquetscht hatte. was schade ist. immerhin hatte ein huhn viel mühe mit dem ei und nun wandert es ungegessen in die biotonne. bücher aussortieren für den öffentlichen bücherschrank. ein bisschen flechten fotografieren. die sehen aus als hätte da jemand eine mikrobohrmaschine ausprobiert. dann zum mittagessen eingeladen. so darf das ruhig weitergehen für die nächsten drei wochen mit den essenseinladungen. mit Tyta unterwegs. nebeneinander her joggen. ganz genau auf ihre hufe gucken. ob sie gut übertritt und nicht stolpert. nicht auf die eigenen füße gucken. und stolpern. und der länge nach auf die nase fliegen. sich einsammeln und die matsche abklopfen. Tyta wartet geduldig. zu Tyta sagen: wir können dann jetzt ruhig mal wieder schritt gehen. Tytas blick sagt: jaja… zuhause das linke knie spüren. und humpeln. und den abendtermin absagen. dabei ist man doch schon adventsstressfrei entschleunigt. humpelentschleunigung braucht man eigentlich nicht. schmerzlindernd bei humpelknien ist glühwein.