Erdtmuthe ist in der Mauser und hat Kalkbeinmilben. Also braucht sie Pflege. Da Hühner nicht unbedingt freiwillig zu Fußbehandlungen kommen und stillhalten, muss man sie einfangen. Gut ist, wenn eine Person beim Behandeln hilft, sobald man das Huhn gefangen hat. Ein Huhn einzufangen, um es an den Füßen zu behandeln, das geht so:

Man betritt das Hühnergehege und tut so, als wäre man rein zufällig vorbei gekommen. Man schaut nur mal so, wie es denn im frisch gesäuberten Stall aussieht. Sobald man das zu behandelnde Huhn entdeckt hat, geht man desinteressiert einen Schritt an ihm vorbei und sagt in beiläufigem Tonfall: „Ah, da ist sie.“ So als würde man sagen: „Gestern beim Kaffeetrinken bei Tante Hildegunde gab es Kirschkuchen und die Servietten passten gut zur Farbe der Tassenhenkel.“ Während das Huhn – hier also Erdtmuthe – noch überlegt, welche Farbe wohl die Tassenhenkel hatten, erfolgt der beherzte Zugriff.

Erdtmuthe gluckst ein-zweimal leicht empört, hält dann aber still. Während die helfende Person die Füße mit Teebaumlotion einreibt, kann man leise etwas erzählen, von dem man glaubt, dass es ein Huhn beruhigt.

Wenn das Huhn ein kluges Huhn ist wie Erdtmuthe, kann man es auch lesen lassen, womit es behandelt wird – siehe hier:

Dann setzt man das Huhn sanft wieder ins Stroh. Und wenn es wie Erdtmuthe dann gelassen davonschreitet und im Stroh pickt, dann ist das schön.

Wer Erdtmuthe noch nicht kennt, kann sie HIER kennenlernen.

Und hier noch ein Portraitfoto von Erdthmuthe, das vermuten lässt, dass unter ihren Vorfahren ein Steinadler ist:

kraienkopp-hybridhuhn