sonntagmorgen mit regen. der regen ist gut. das frühstücksei ist perfekt. trotzdem mies drauf. richtig richtig mies. wut im bauch. ganz viel. keiner versteht einen. alle wollen einem was. alle sind schlecht. nur man selbst natürlich nicht. den sorgenfresserfrosch füttern. draußen viele schließmundschnecken unterwegs bei dem regen. die mag man sehr. die wollen einem nix. die verstehen einen auch wenn sie angeblich nicht hören können. die fühlen einen umso mehr. auf der artenschutzkonferenz redet vermutlich niemand über schließmundschnecken. obwohl deren lebensraum auch immer kleiner wird und sie so besonders sind. es sind immer die großen dicken die besondere beachtung bekommen und als besonders schützenswert befunden werden. auf den kleinen zarten wird rumgetrampelt. und wenn sie knirschend zerbrechen wird es meistens nicht mal bemerkt. ein schlimmes fluchwort in den kaffeebecher sagen und sich mit den schließmundschnecken identifizieren. und auch auf die elefanten wütend sein. aber nur einen winzigen moment lang. die elefanten können ja nix dafür dass die welt schlecht ist. die welt außer den schließmundschnecken und einem selbst natürlich. sich nochmal in den regen stellen. gesicht in den himmel. mit jedem tropfen kühlt die wut etwas ab. auf dem leeren gehäuse einer gefleckten weinbergschnecke eine junge schließmundschnecke. sieht einen an mit ihren winzigen fühleraugen. du hasts gut mit deiner gehäuseklappe sagt man zu der schnecke. kannst dicht machen. manchmal ist auch einfach klappe halten gut antwortet die schnecke. üb das doch mal.

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sorgenfresserfrosch, frisch gefüttert
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