Neunter Hexenschusstag. Immer noch Schmerzen im Bein, aber es wird.

Vor allem wird es bei den Marienkäferlarven. Das Oreganum scheint ihnen gut zu bekommen. Jetzt ist schon die Käferform erkennbar. Noch nicht so richtig hübsch, aber mit einem Hauch einer Ahnung von Hübschheit.

Der Amselerich bekommt heute als Deko auf die Futterschale einen frischen Regenwurm aus dem Komposthaufen. Hatte Birgit vom NixAlsTöppe-Blog ja empfohlen. Keine 20 Sekunden und der Amselerich kommt geflogen und schnappt sich den Wurm.

Beim Frühstück setzt sich eine Fliege zu mir auf den Gartentisch. (D.h. nur die Fliege sitzt auf dem Tisch, ich nicht, so gelenkig bin ich noch nicht wieder.) Zumindest vermute ich, dass es eine Fliege ist. Insektenbestimmung finde ich immer schwieriger. Deshalb habe ich auch beschlossen, den Insekten jetzt eigene Namen zu geben, die ich mir besser merken kann als die wissenschaftlichen. Bei der Spezies, die mir beim Frühstücken zuschaut, handelt es sich um eine Orkfliege mit gelblichen Schnurrbarthaaren. Wenn wir schon so zusammen am Frühstückstisch sitzen, die Orkfliege und ich, können wir uns auch miteinander unterhalten. Interspeziär sozusagen. Ehrlich gesagt, sage ich zu der Orkfliege, finde ich dich ziemlich hässlich. So nach menschlichen Maßstäben betrachtet. Entweder die Orkfliege versteht mich nicht oder ihr ist es egal. Jedenfalls sagt sie nix. Dann dreht sie mir den Hintern zu. Vermutlich hat ihr da gerade ihr Translatorimplantat übersetzt, was ich gesagt habe.

Ich lese zurzeit das von Ulrike Sokul empfohlene Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (Buchempfehlung siehe: hier) und habe den Eindruck, es färbt irgendwie auf meinen Alltag ab…

Ich beschließe, in nächster Zeit verstärkt Fliegen zu fotografieren. Vielleicht sind sie die Spezies der Zukunft?

im wandel: von der larve zum käfer