Achter Hexenschusstag. Gestern hatte sich die Hexe auf ihren Besen geschwungen und ich dieses vielzitierte So-schön-wenn-der-Schmerz-nachlässt-Gefühl. Heute Morgen bester Laune. Das Telefon kräht, ich drehe mich, um das Teil in die Hand zu nehmen und… Wusch!!! Die Hexe fliegt ein Wendemanöver direkt in mein linkes Bein, bis in die Zehenspitzen! 😫

Ich  beschließe, dass es mir trotzdem blendend geht. Ich habe alles, was ich brauche, … einen Baum ein Haus zu ermessen wie groß wie klein das Leben als Mensch… nur einen Winkel ein Dach… zu träumen zu schreiben zu schweigen zu sehen den Freund die Gestirne das Gras die Blume den Himmel … Ach, die Mayröcker hat ja so recht und wie ich dieses Gedicht liebe und sie hat es für mich geschrieben auch wenn es jemand anderem gewidmet ist. Man weiß ja gar nicht immer, für wen man etwas schreibt.

Ich habe Kirschen gekauft, ich mag Kirschen sehr und kann ja nicht den ganzen Tag Pistazieneis essen (Hmm… Warum eigentlich nicht…?). Aber dem Amselmännchen lege ich welche an den Futterplatz auf den schäbigschönen kleinen Gartentisch. Weil der Amselerich so hübsch ist mit seinem schwarzen Gefieder und dem gelben Schnabel und den gelben Augenringen. Und weil er jeden Abend so schön auf dem Dachgiebel singt. Mit ihm würde ich sogar Pistazieneis teilen.

 

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