Nicht zu fassen: Es ist schönstes Ausreitwetter und morgen Feiertag – und ich fange mir einen Hexenschuss! Oder sowas. Hatte ich noch nie! Ich vermute aber, dass es einer ist. Wegen der situativen Umstände. Ich betrieb Minimalgrabpflege auf dem Friedhof um zu vermeiden, dass ich wegen der ökologischen Grabgestaltung einen Anpfiff von den Friedhofssheriffs bekomme, die wenig Sinn für Artenvielfalt und entsprechende Pflanzenwahl haben. Und plötzlich Schmerz und Bewegungsunfähigkeit. Die Hacke zum Krückstock umfunktionierend konnte ich mich dreiviertelaufrichten. Ins Auto humpeln und kriechen. Zuhause dank gelenkiger Beine die Schuhe ausziehen. Ich glaube, meine aus dem Nistkasten schauende Dohle hatte einen mitleidigen Blick. Da man sich bei Hexenschuss ja bewegen soll, habe ich die Kamera genommen und Blümchen fotografiert in der Hoffnung, dass die Hinhockerei gut tun würde. Tat es aber nicht. Aber an der Lupine konnte ich mich erfreuen. Die Erdhummel auch. Und die Wanze auf dem Oreganum hatte ebenfalls Mitleid im Blick. Ganz bestimmt.