Man kommt am Hühner-Gehege vorbei und sieht ein weißes Huhn und möchte es fotografieren. Keine Kamera dabei, also das Handy rauskramen und durch den Zaun auf das weiße Huhn fokussieren… sieht gut aus… aber…

… beim Auslösen kommt dann etwas dazwischen…

Na gut, sagt man zu dem braunen Huhn, ich mache jetzt eine exklusive Portraitaufnahme von dir, dreh dich mal zur anderen Seite, damit dein prächtiger Kamm besonders gut zur Geltung kommt – und ein bisschen mehr nach links bitte…

… das ist natürlich ein Trick…

… damit das Huhn dann zufrieden ist und aus dem Bild verschwindet. Und ein bisschen auch, um ein Belegfoto zu haben, dass man nicht halluziniert hat, sondern dass da wirklich ein weißes Huhn ist. Aber solche dummen Tricks ziehen in einer Hühner-WG nicht…

… es ist zwecklos…

Es leben etwa ein Dutzend brauner Hühner in der WG. Bevor die nun alle ein Portraitfoto wollen, gibt man besser auf.

So ist das in der Hühner-Fotografie:

Manchmal muss man einsehen, dass man das Foto, das man machen möchte, an diesem Tag einfach nicht machen wird.