Zur Zeit lese ich Fredrik Sjöbergs „Die Fliegenfalle“. Ein Buch über das Sammeln von Schwebfliegen, aus dem ich fast nichts über Schwebfliegen gelernt habe. Macht aber nix. Ganz nett war’s jedenfalls.

Eigentlich geht es in dem Buch ja auch nicht um die Schwebfliegen selbst, sondern um Menschen, die sich mit Schwebfliegen – und anderen Insekten – befassen. Und um Sammler. Sagt der Titel ja auch schon. Vor allem geht es um Réné Malaise, einen Entomologen, nach dem eine Falle zum Fang von Insekten benannt wurde. Und es geht auch um Sjöberg selbst. Ich glaube, er findet sich selbst ziemlich toll. Ist er ja vielleicht auch. Ganz witzig kann man ihn durchaus auch finden, denke ich.

Nette Lektüre, geistreiches Geplauder über skurrile Typen. Schön, es gelesen zu haben – kann ich wohl schon so sagen, heute Abend bin ich damit durch, nur noch 16 Seiten. Es ist das geliehene Buch, neben das der Kater haarscharf nicht gekotzt hat, und da bin ich echt froh, denn sonst hätte ich das Buch ja ersetzen und neu kaufen müssen, und sooo toll fand ich es nun nicht, dass ich es hätte kaufen wollen. Dave Goulson’s „Wenn der Nagekäfer zweimal klopft“ gefiel mir besser. (Musste ich auch nicht kaufen, hat mir Ule Rolff geschenkt – danke nochmals, liebe Ule!)

Was bleibt mir im Gedächtnis von der Lektüre…?
Dass ich unsympathisch finde, dass jemand sehr seltene Insektenarten fängt, tötet und auf eine Nadel aufpiekst und in Schubladen verstaut. Das werde ich nie verstehen, wieso man tötet, was man liebt und was besser noch munter weiter leben könnte.

p.s. Nochwas: Nein nein, das hier wird jetzt kein Buch-Rezensionsblog! 🙂 Ich leg ja nur einfach mal ab und zu ein Lesezeichen hier ab, auf dem ich notiere, was ich so denke über meine Lektüre.

Die Fliegenfalle: Über das Glück der Versenkung in seltsame Passionen, die Seele des Sammlers, Fliegen und das Leben mit der Natur

von Fredrik Sjöberg, übersetzt von Paul Berf