vor einigen tagen brachte mir eine freundin – vielen Dank nochmals, liebe claudia! – zwei neue bewohner für das terrarium: eine prächtige große weinbergschnecke und einen kleineren gastropoden, vermutlich ein weinbergschneckenteenager. beide bewohnen nun das terrarium mit der schnirkelschneckenkinderstube. ich vertraue darauf, dass hamlet (dies der name der großen weinbergschnecke – sie hat sowas existentielles) und ophelia (die kleinere) als vegetarier keine kannibalischen gelüste entwickeln werden. während ophelia gestern abend kopfsalat knabberte, hat hamlet nicht gefressen. ich frage mich, ob er möglicherweise mit der nahrungsverweigerung gegen die haltungsbedingungen prostestiert. heute abend werde ich das buffet um fischfutterflocken erweitern. die kamen bei den schnirkels gut an und sind vielleicht auch für hamlet ein appetizer.

das zweite terrarium wurde gestern durch einen – bisher noch namenlosen – tigerschnegel bezogen. ich fand ihn am deckel der biotonne und wollte ihm die zwangsumsiedlung in die kommunalen kompostierungsanlagen ersparen. er sah etwas angetrocknet aus, heute morgen machte er schon einen deutlich erholten eindruck und hatte es sich in der feuchtkuscheligen ecke unter den kieselsteinen gemütlich gemacht.

die schnirkelbabys wachsen munter heran, ihre fühler und die drehung der häuschen sind schon deutlich zu erkennen. ich mache mir nun gedanken, ob sie wohlmöglich durch die belüftungsschlitze im terrariumsdeckel entkommen könnten. nicht, dass hier ein szenario entsteht wie in patricia highsmiths der schneckenforscher – the snail-watcher …

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