yogaschnecke bei der übung "das zusammengerollte blatt"
yogaschnecke bei der übung „das zusammengerollte blatt“

aus dem häuschen – aus abneigung wird liebe

es ist frustrierend: man hat kleine pflanzen aus samen gezogen, gepflegt, pikiert, endlich im garten ausgepflanzt und sieht sie vor dem inneren auge blühen und früchte tragen – bunte kosmeen, prächtige kürbisse und zucchini…

und dann sieht man eines realen morgens: nichts mehr.

genauer: nichts mehr von den pflänzchen. stattdessen eine glänzende schleimspur.

schneckenkorn? niemals! kein gift in meinem garten! bierfallen? locken nur noch mehr schnecken an und lassen auch nützlinge wie den tigerschnegel ertrinken. absammeln, wegbringen, pflanzen mit kaffeesatz oder eierschalen schützen – nichts hilft. ich bin sauer auf die schnecken, besonders die großen braunen nacktschnecken.

dann lese ich elisabeth tova baileys „the sound of a wild snail eating“ (das geräusch einer schnecke beim essen). fortan sehe ich schnecken mit anderen augen.

im rahmen einer ausbildung muss ich ein thema für eine prüfung wählen. ich entscheide mich für die schnecken. und je mehr ich mich mit ihnen beschäftige, um so mehr mag ich sie. bei den nacktschnecken ist es ein sachliches interesse. bei den häuschentragenden schnecken entwickelt sich eine liebesgeschichte.

… gaaanz langsam natürlich…

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