Der stille Herr November

James Krüss erzählt in seinem Gedicht Rauhreif vom stillen Herrn November und seinen besonderen Fähigkeiten. Hatte man diesem Monat doch „nichts zugetraut“, so zeigte sich, dass er sehr wohl etwas konnte: „er konnte das Verzaubern“.

Ich mag den November. Sehr.

Nicht nur wegen seiner Rauhreif-Zauberkünste. Ich mag auch seine Art, Musik zu machen: Blätterrascheln, Regentropfen-Rauschen, das Heulen und Brausen des Windes.

Und ich mag die Stille des Nebels, in der man die eigenen Gedanken hören kann.

Glitzernde Tautropfen in Spinnweben.

Die würzigen Gerüche von Vergänglichkeit und Ewigkeit im Wald und im Moor.

Die Rufe der Wildgänse und ihre eleganten Formationsflugkünste.

Und: Der November ist die Zeit der Herbstbalz der Eulen.

Alles gute Gründe, einen der ersten eulenschwingen-Beiträge dem Herrn November zu widmen.

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